Terror in Paris
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ist nicht das, was wir dafür bekommen, 
sondern das, was wir dadurch werden.

(John Ruskin)

TERROR IN PARIS

DIE FACEBOOK SOLIDARITÄT

Die Ereignisse / Terroranschläge in Paris machen betroffen, dennoch verwundert doch, was unter dem Aspekt Solidarität abgeht. Gerade auch hier in Facebook wird ja Solidarität groß geschrieben, doch eben immer erst dann, wenn etwas passiert ist, um nicht zu sagen, es zu spät ist.

Ich stehe dieser Solidaritätshysterie mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber, denn es verwundert doch sehr, wie sehr sich gerade Facebook in den Vordergrund drängt, wenn es um solche Themen geht und andererseits mutmaßlich gar keine Probleme damit hat, dass gewisse Mitglieder ganz ungeniert das Portal nutzen, um ihre verblendeten politischen Ansichten ins Netz zu stellen, Stichwort rechtsradikal und religiös fanatisch bis hin zur offenen Fremdenfeindlichkeit.

Es würde FACEBOOK sehr gut zu Gesicht stehen, hier nicht nur mit Aktivitäten einzusetzen, wenn alles augenscheinlich zu spät ist, sondern stattdessen alle Möglichkeiten auszuschöpfen und darin nicht nachzulassen, um solches in der Entstehung zu unterbinden, in dem kompromisslos solchen Elementen kein Raum für ihre Hetze und Propaganda eingeräumt wird, aus denen am Ende die gewalttätigen Verblendeten - sprich Terroristen geboren werden.

Erst dann wird für mich Solidarität glaubhaft, wenn ich erkennen kann, dass eben solchen Elementen und Terroristen in FACEBOOK kein Podium eingeräumt bleibt, für die Verbreitung ihres inakzeptablen Weltbildes.

Ich bin absoluter Anhänger und Verfechter der Meinungsfreiheit, jedoch gibt es natürliche Grenzen, die eben immer dann erreicht sind, wo es um Hetze und Propaganda geht.

Wir alle sind gefordert, nicht erst durch die Solidarität mit den Toten und Verletzten, solcher hinterhältigen Terroranschläge, sondern bereits in dem Moment aktiv zu werden, wo uns Hetze und Propaganda begegnet, solche nicht hinzunehmen, sondern dieser mit allen Möglichkeiten die unser Rechtsstaat bietet, zu begegnen.

Wir sollten aus der Geschichte lernen, denn das Erlebte unserer Eltern und Großeltern darf sich nie mehr wiederholen. Machen wir uns bitte nichts vor. Zu glauben es betrifft nicht jeden Einzelnen von uns, im Sinne wir sind nicht gefragt und gefordert, ist der Anfang vom Ende, der Boden, auf dem eben genau solcher Terror und solche politische Ideen wachsen können.

Es ist wohl der Zeitgeist, der uns glauben lässt, dass man Gewalt mit Gewalt bekämpfen kann, sonst würde man nach anderen Wegen suchen, als mit militärischen Vergeltungsschlägen sein Heil zu suchen.

Bei aller Solidarität für die Opfer von Paris, sollten wir nicht übersehen, jeder militärische Vergeltungsschlag fordert neue Opfer, die leider mit einer solchen Solidarität nicht rechnen dürfen, weil wir gerne übersehen, dass nicht jeder Tote und Verletzte – solcher Vergeltungsschläge - zwingend ein Terrorist gewesen ist.

Wir bomben uns mit solchem Verhalten schlicht in eine Zeit zurück, von der ich glaubte, dass sie längst hinter uns liegt.

Darum schließe ich mich der euphorischen FACEBOOK – SOLIDARITÄT nicht an, stattdessen gilt sie, zu gleichen Teilen, den Opfern des feigen Terroranschlags von Paris, wie den Opfern, die aus der militärischen Vergeltung noch folgen werden, die in unserem Bewußtsein, wegen fehlendem Medien Interesse, namenlos bleiben werden.

Bei allem Verständnis für die Reaktion der französischen Regierung, könnte ich Trikolore nur dann in meinem PROFILBILD übernehmen, wenn ich mich mit deren Reaktion SOLIDARISCH erklären könnte, was ich aus meiner christlichen Lebensüberzeugung schlicht nicht kann, denn gleiches mit gleichem zu vergelten, bleibt keine Option, sondern am Ende ein Akt der – wenn auch nachvollziehbaren – Wut und nicht zuletzt verständlichen Verzweiflung.