Leben ohne Geld
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ist nicht das, was wir dafür bekommen, 
sondern das, was wir dadurch werden.

(John Ruskin)

Es gibt viele Lebensentwürfe, die vorgeben, dass es funktioniert in der heutigen Zeit ohne Geld leben zu können. Leider bleibt es am Ende nicht mehr als ein Selbstbetrug, denn das Leben von den Wohlstandsresten, Stichwort Mülltonnen der Discounter auf überfällige Lebensmittel zu durchsuchen, sich bei der Tafel durchzufuttern und anderes mehr bedeutet sicher nicht in Freiheit bzw. befreit zu leben.

 

Denn der Denkfehler dabei bleibt, dass nachweislich zu keiner Zeit – seit Einführung von Geld, als Ersatz für Tauschmittel, aus dem vorangegangen Tauschhandel, ein Leben ohne Geld möglich war.

 

Durchdenkt man diese Modelle weiter, die auf der Grundlage basieren, leben vom dem was vom Wohlstand abfällt, erkennt man schnell, das Ganze funktioniert nur solange, wie es eben diesen Wohlstand gibt.

 

Komplettiert wird dieser Selbstbetrug - von angeblicher Freiheit - nur noch dadurch, dass die Gesellschaft insgesamt abgelehnt bzw. verteufelt wird, die – wie bereits ausgeführt – am Ende die notwendige Grundlage bleibt, um eben solche Lebensentwürfe leben zu können.

 

Wer also glaubt, ohne Geld zu leben, wäre ein Leben in Freiheit, hat nichts begriffen, sowenig wie solche Lebensentwürfe erreichen, dass sich gesellschaftliche Veränderungen ergeben, die so gerne als Argument für ein solchen Lebensentwurf propagiert werden.

 

Die heutige Gesellschaftsform und –struktur, in der wir leben kann und darf

nicht verteufelt werden, wohl aber sollte jeder, für sich kritisch prüfen und dabei

hinterfragen, in welchem Umfang er sich daran beteiligen will.

 

Die Grundlagen der Funktion unserer Gesellschaft sind daher sehr getrennt von

dem zu sehen, was sich heute als offensichtliche Entwicklung daraus darstellt.

 

Schaut man einmal genau hin, ist unsere heutige Gesellschaft, eine Gesellschaft die dem sehr nahe ist, was sich die Vielzahl der Menschen wünschen, d.h. im Wohlstand zu leben, ohne existenzielle Sorgen.

 

Ein Umdenken, des Einzelnen, wie auch die kritische Auseinandersetzung mit der

Gesellschaft beginnt daher meistens erst dann, wenn überhaupt, sobald eben dieser Wohlstand verloren geht und an dessen Stelle existenzielle Sorgen und Bedrohungen treten.

 

Sehr schnell neigt man dann sehr menschlich zu reagieren, sich ungerecht behandelt zu fühlen, da die anderen das noch haben und genießen, was man selbst verloren hat. Schuldige werden gerne außerhalb der eigenen Unfähigkeit gesucht, anstatt sich zu dieser zu bekennen.

 

Leben ohne Geld führt nicht in die Freiheit, im Gegenteil.

Leben ohne Geld,

Selbstbetrug statt wirklicher Freiheit