Die gute alte Zeit
Home A K T U E L L Wir über uns / Kontakt Alternativ Leben Gedanken Wir nehmen Stellung Motorroller statt Auto Werkstatt Der Trödel - Tüftler Heimwerker - Notdienst Kleinreparaturen Haus und Hof Möbelbau Gästebuch Impressum Der höchste Lohn für unsere Bemühungen 
ist nicht das, was wir dafür bekommen, 
sondern das, was wir dadurch werden.

(John Ruskin)

Die gute alte Zeit ?

Anfänge und Grundlagen unserer Gesellschaft

Die Grundlagen der Funktion unserer Gesellschaft sind, Produktion und Konsum.

Hier gilt es einmal genau hinzuschauen, ohne das System zu verteufeln bzw.  schlecht zu reden, denn am Ende ist eine Entwicklung, die ihren Anfang nahm, nach dem Ende des 2. Weltkrieges.

 

In der historischen Rückschau scheint es geradezu logisch, dass nach Entbehrung, Leid und Not, die Kriege eben immer bedeuten, eine unstillbar scheinende Sehnsucht in den Menschen geweckt war, die sie nicht mehr losgelassen hat.

 

Die Erfüllung dieser Sehnsucht, zeitigte das sogenannte Wirtschaftswunder, welches ohne diese Sehnsucht, so wenig möglich gewesen wäre, wie ohne die beiden Weltkriege.

So bedauerlich die beiden Weltkriege gesehen werden müssen, so wichtig bleiben sie für die gesellschaftliche Entwicklung der Menschheit insgesamt, damit begriffen wird, zum Frieden gibt es keine Alternative.

 

Schaut man aber auf diese historische Situation, muss ebenso gesehen werden, es gab die Generation, die beide Kriege durchlebt hat und es gibt uns, die wir eben solches nicht erlebt haben. Am praktischen Beispiel, eine 68er Bewegung basiert auf der Tatsache, dass diese Erfahrungen – Krieg – nicht persönlich und direkt gemacht wurden.

 

Der heute so viel diskutierte Generationenkonflikt ist demnach keine Neuerscheinung

der heutigen Zeit, sondern darf durchaus als historisch gesehen werden, da er in der

Tatsache "Kriegs- und Nachkriegsgeneration" seinen Ursprung hat.

 

Auch wenn ich solches schreibe, das die logische Begründung bleibt, für das was in Deutschland geleistet wurde, so möchte ich dennoch darauf hinweisen, es bleibt eine herausragende, wie beispiellose Leistung, die zu jeder Zeit meine Hochachtung wie Dankbar zugleich hat.

 

Denn ohne die Kriegsgeneration, die aufgestanden ist, sich hat nicht gehen lassen,

sondern stattdessen zugepackt hat, im Wissen, wenn sie es nicht tut, wird es niemand

für sie tun, beschert uns all das, auf dem wir unser Leben heute basiert.

 

Es waren auch nicht die guten alten Zeiten, sondern die verdammt harten Zeiten, wo all das nicht gegeben war, auf das wir heute zugreifen können, wenn es in unserem Leben einmal schwierig wird. Es gilt also dankbar zu sein, dass es die Generation unserer Großeltern und Väter diese Anstrengungen geleistet hat. Und es gilt tolerant zu sein, Verständnis zu haben, wenn sie uns nicht verstehen können, weil wir Sie oft überfordern, mit Entwicklungen die am Ende auf ihren Grundlagen entstanden.

 

Versuchen wir uns einmal in diese gute alte Zeit zu versetzen, wo alles seinen Anfang nahm, es brauchte sowenig einen Computer, wie ein Handy und studierte Theoretiker, sondern arbeitende Hände und den Glauben daran, dass ein "das geht nicht" keine Option sein kann. Ist es dann nicht allzu verständlich, dass Menschen dieser Zeit  schlicht überfordert bleiben?

 

Auch solche Themen, wie Urlaubsreisen, sie waren große Träume, die sich nicht für jeden erfüllten. Man ist nicht mit Flugzeug eben mal in fremde Länder geflogen. Je nachdem, was man sich leisten konnte, ist man mit dem Fahrrad, dem Zelt unterwegs gewesen. In den weiteren Nachkriegsjahren dann mit dem Motorroller und Autos in den Süden gereist. Und spreche ich von Autos, meine ich nicht das was wir heute darunter verstehen, sondern die mehr oder weniger rollenden Sardinenbüchsen, wie das Goggomobil, die ISETTA von BMW, Messerschmidts Kabinenroller u.a.m. keine Raumwunder und ohne Komfort.

 

Ein Blick zurück lohnt immer, er sollte nicht nur von uns hin und wieder gemacht werden, sondern wir sollten besonders unsere Kinder dazu einladen, denn es hilft uns allen zu einem Bewusstsein, wie gut es uns geht, wie dankbar wir sein sollten, mit dem was wir haben.